23 | 09 | 2017

 

Das Erfolgsergebnis beim verarbeiten von digitalen Videos am heimischen Computer hängt ausschlaggebend von der Leistung des Computers ab, mit dem man arbeiten möchte. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden, denn ein flüssiges Arbeiten ist nur mit aktueller und leistungsfähiger Hardware möglich.

Im heutigen Zeitalter werden die Hardwarekomponenten immer günstiger und man kann sich ab und an neue Hardware zulegen. So fängt die Leistung (im Jahr 2008) bei Prozessoren ab 2,8 GHz an (nach oben sind keine Grenzen gesetzt), geht beim Arbeitsspeicher ab 1 - 2 GB weiter (auch hier gilt: je mehr desto schneller) und läuft weiter über die Festplatte. Hier gilt nicht nur die Kapazität der Festplatte, die ab 250 GB angesetzt werden sollte, sondern auch die Geschwindigkeit der Lesekopfzugriffe von weniger als 10 ms, die Umdrehungen der Scheiben, die nicht unter 7500 u/min liegen sollten, aber auch der interne Festplattencache von mindestens 8 MB. Schnellere Festplatten haben meist bessere Werte, sind aber nicht nur teurer sondern meistens auch lauter. Auch die Übertragungsgeschwindigkeit des Anschlussinterfaces sollte beachtet werden. Neuere SATA Anschlüsse können Daten mit bis zu 600MB/s übertragen, wobei das alte IDE Interface nur auf 133 MB/s kommt.

Sinnvoll sind auch externe Festplatten, die gut zum archivieren und zum Transport genutzt werden können. Aber vorsicht! Festplatten sind empfindlich. Deshalb dürfen sie nur im Stillstand bewegt werden, weil sonst der Lesekopf und die Plattenscheiben beschädigt werden können! Sehr ärgerlich ist es, wenn Ihr Filmarchiv ein stattliches Ausmaß angenommen hat und die Festplatte ist defekt. Ein Wiederherstellen ist zwar möglich aber sehr teuer.

Zum archivieren eignen sich optische Medien nur bedingt. Zwar gibt es Tests, die bestätigen, dass die Scheiben auch nach 30 Jahren noch lesbar sein sollen, aber bis jetzt konnte das unter realen Bedingungen nicht ausprobiert werden.

Deshalb: Alle 5 Jahre alle DVD's auf neue DVD's brennen. Kleine Lesefehler können durch die Software korrigiert werden. Im digitalen Zeitalter kann man auch mit Fehlern korrekte Ergebnisse erzielen. Der Preis von Rohlingen ist erschwinglich geworden, die Zeit ein Medium 1:1 zu kopieren ist auch in wenigen Minuten geschehen.

Auch die Softwareauswahl kann zum digitalisieren schwierig werden. Möchten Sie lieber schnell Ihre Filme vom Band in irgendeinerweise auf DVD brennen, reicht üblicherweise das mitgelieferte Programm des Betriebssystems. Aber wenn Sie mit mehreren Spuren arbeiten, eigene Übergänge definieren möchten, mit Masken arbeiten oder gar mit einer Bluescreen arbeiten möchten, reichen die meisten Programe lieder nicht aus. Hier müssen Programme von namhaften Herstellern her, wie z.B. Adobe, Pinnacle, Magix oder Ulead.

Ich selbst bevorzuge das Produkt von Magix, die jeweilige Vorgängerversion der aktuellen Ausgabe. Diese kostet meist nur ein drittel der aktuellen Version und bietet mehr als alle Features, die ich mir je erträumen kann. Ist aber Einstellungssache.

(Autor: K. Schirmacher)